2016-11-15

Die heilende Schule – Das Gebäude entwickeln

Beipackzettel


Dieser Blog-Post ist noch eine Baustelle. Eigentlich handelt es sich um ein papierenes Exposé, das für den Gebrauch und die Diskussion in jeweils einer bestimmten Schule entstanden ist und spezifiziert wurde. Der Übergang ins Netz gestaltet sich sowohl durch den papiertypischen Aufbau und die Querelen mit dem Layout, als auch inhaltlich schwierig, weil vieles verallgemeinert werden muss, um sich für die Weböffentlichkeit zu eignen. Ursprünglich wollte ich das Exposé zunächst umbauen und den Post erst anschließend veröffentlichen. Die Realität lehrt mich, dass ich dann wohl noch Wochen und Monate benötige, weil ich kaum Zeit finde, mich dieser Arbeit zu widmen. Deshalb stelle ich nun doch den Rohbau bereit, und Sie können zuschauen, wie er sich nach und nach zu einer Release-Version verändert.

Versionsverlauf

2016-10-31
Übergang von LaTeX zu Blogger
2016-11-14
Erste Veröffentlichung mit erheblichen Layoutfehlern
2016-11-15
Erste Aufräumarbeiten im HTML-Code

Inhaltsverzeichnis

  1. Vorbemerkung
  2. Grundsätze und Zweck
  3. Vision
  4. Ideen
    1. Leben, lehren und lernen in Würde
    2. Inklusion
    3. Vorgaben durch Bildungsziele
    4. Vorgaben des GUVV und des DIN
    5. Das Schulkonzept
    6. Wir bearbeiten Störungen dort, wo sie auftreten
  5. Planung
    1. Sofortmaßnahmen
      1. Akustik
      2. Beleuchtung
      3. Belüftung
      4. Farbgebung
      5. Möblierung
      6. Strukturierung des Raums
    2. Mittelfristige Maßnahmen
      1. Raumverteilung
      2. Raumgröße
  6. Nächste Schritte
  7. Literatur

1 Vorbemerkung


Dieses Exposé stammt in seiner ersten Fassung aus dem Jahre 2011 und wurde vom Team der Sozialpädagogen des Gymnasiums Salzgitter-Bad in die dortige Entwicklungsdiskussion hinsichtlich einer modernen, zukunftsorientierten und inklusiven Schule in die Schulgremien eingebracht. Seitdem wird es regelmäßig an die örtlichen Gegebenheiten für andere Schulen angepasst.

Wenn man in der sozialen Abeit tätig ist, scheint es jedem sofort klar und plausibel zu sein, dass ein gesundheitlich belastetes Elternhaus zu belasteten Kindern mit teilweise schwer zu handhabenden Reaktionen führt. Dies gelte insbesondere für psychische Belastungen. Umso erstaunlicher ist es, dass dieselbe Vermutung für außerhäusliche Bezugspersonen nicht mit derselben Selbstverständlichkeit angenommen zu werden scheint. Die Beobachtungen der letzten Jahre sprechen dafür, dass wir erwarten können, dass belastete oder ausgebrannte Lehrerinnen und Lehrer ihre Schülerinnen und Schüler ebenso schädigen – unabsichtlich und trotz bestem Wissen und Gewissen –.

Gesundheitsschutz für alle am Schulleben Beteiligten ist deshalb essentiell für die gesellschaftliche Entwicklung. Dieses Exposé zielt auf die Entwicklung der salutogenen Faktoren im Lern- und Lebensraum Schule.

2015-03-05

Ein Tisch zu herrschen – ein Tisch zu erleuchten

Es war einmal vor langer, langer Zeit, als die meisten noch mit mechanischen Schreibmaschinen schrieben, da studierte ein junger Mann in Deutschland Theologie. Er war glücklich, von zu Hause in eine entfernte Stadt gezogen zu sein. Wie viele seiner Kommilitonen stellte er bald fest, dass Freiheit teuer ist: Miete, Essen, Semesterticket, Arbeitsmaterial, Sport, Fahrrad geklaut bekommen – alles kostet.

Möbel, erkannte er, sind eine Hausnummer für sich. Bald schon krochen die ersten Schmerzen vom klapprigen Küchenstuhl über den Rücken in die Schultern und den Kopf. Der rumpelige Küchentisch biss nicht weniger beherzt nach seinem Besitzer. Die Arbeit in die Uni zu verlegen, war ein schwieriges Unterfangen. Der Fachbereich platzte aus allen Nähten, an Arbeitsplätze für Studenten war nicht zu denken. In der Universitätsbibliothek gab es zwar ein paar wenige Möglichkeiten, aber die notwendigen Fachbücher fehlten – man las Bücher noch dort, wo sie aus dem Regel gezogen werden konnten –. So stand der Beschluss fest: Ein richtiger Schreibtischstuhl und ein echter Schreibtisch mussten her. Mit gerade genug Geld in der Tasche, um die laufenden Lebenshaltungskosten zu decken – und in vielen Monaten reichte es nicht einmal dafür wirklich – begab sich der junge Student auf die Quest nach ergonomischen Arbeitsmöbeln.

2013-02-01

Inklusion an Schulen kommt nicht, sie ist schon da

Seit etwa einem Jahr und im letzten halben Jahr zunehmend Wir schreiben bereits das Jahr 2016. Seit nunmehr vier, fünf Jahren spreche habe ich mit Lehrerinnen, Lehrern, Elternvertreterinnen, Elternvertretern, Eltern, politisch Verantwortlichen und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Niedersächsischen Landesschulbehörde über die heraufziehende Inklusion im Bildungswesen gesprochen: Ungläubigkeit, Überforderung, Unsicherheit… und immer wieder mischt sich unter das Kopfschütteln der Verdacht, irgendwelche Politiker hätten gerade nichts Besseres zu tun gehabt als Stress zu verbreiten und Geld im Bildungswesen einzusparen.
Nun habe ich selbst eine Funktion in der Trägerschaft einer Schule übernommen Inzwischen, seit 2013/2014, habe ich meine Aufgabenbereiche gewechselt: Ich arbeite nicht mehr an einem Gymnasium, sondern an einer Haupt- und Realschule und an einer Grundschule; meine Funktion in der Trägerschaft der Schule, die ich mitgegründet habe, habe ich niedergelegt. Der Ort hat sich verändert, trotzdem bin ich weiterhin in zwei Lebensbereichen mit der Frage nach der Inklusion in Schulen beschäftigt. Aus diesem Anlass stelle ich hier meine privaten Einsichten zum Thema bereit. Ich trage diese in die Diskussion an den beiden Schulen ein, mit denen ich unmittelbar zu tun habe, jedoch repräsentieren sie in keiner Hinsicht deren offizielle Haltung.
Die Leinwand, auf die ein Bild gemalt ist, braucht einen steifen Rahmen, um das Gemälde aufzuspannen und wirken zu lassen. Der „Hintergrund“ ist hier dieser steife Rahmen.
Ungeduldige Menschen können hier eine Abkürzung nehmen: